Geschichte

Geschichte

Schon bevor sich die Initiatoren Klaus Karl und Koal Dumfart 1982 kennen lernten, waren die beiden auf
verschiedenen Volksmusik-Seminaren in Südtirol, der Steiermark und Oberösterreich tätig. 

Dort hatten sie eine “neue” Musizier-Variante begonnen: Spontanes Musizieren auf steirischer Harmonika und
Melodiegitarre. Aus der Freude am auswendigen Zusammenspiel entstand die Idee, bei Wochenendseminaren
Volksmusikanten den Zugang zum gemeinsamen Musizieren mit anderen Instrumenten zu erleichtern. 

Finanzielle Unterstützung fand man beim Oberösterreichischen Volksliedwerk; als Organisator wurde
Sigi Rosmann gewonnen, der in der Zeit zwischen 1984 und 2001 nicht weniger als 72 Seminare organisierte
und diese mit viel Einsatz und äußerst gewissenhaft abwickelte. 

Nach seinem Tod übernahm der Innviertler Gottfried Hartl die Organisation der Seminare. 

Diese Seminare wurden in Unterweißenbach, Zell an der Pram und Riedegg bei Gallneukirchen abgehalten. 

Da seit 2002 das Bildungshaus in Riedegg geschlossen ist, suchte man eine neue Bleibe und fand mit dem
Bildungshaus Greisinghof in Tragwein ein sehr zufriedenstellendes Quartier.

Mit Freude können die Organisatoren feststellen, dass ihr Weg, insbesondere das Musizieren ohne Noten, nicht
nur angenommen, sondern gerne weitergetragen wird. 

Viele ihrer heutigen Referenten gingen aus dieser Entwicklung hervor und haben selbst Musikgruppen gegründet,
die weit über die Landesgrenzen im ganzen Alpenraum bekannt sind. So etwa das Bloachabachttrio, Dumfart Trio,
Gress`n Musi, Kiesenhofer Geigenmusi, Mühlviertler Gitarrenmusi, Mühlviertler Quintett, Raimund Musi,
Ottensheimer Tanzlmusi, Schärdinger Volksmusik, Unterhartberger Musikanten,  Weinberg Musi, ...

Es muss auch betont werden, dass das Seminarwesen von den “Mühlviertler Volksmusikanten” nicht als
Konkurrenz zur Musikschule, sondern als Ergänzung zu dieser verstanden wird. Es wird Musikanten zwar auch
angeboten, sich Tipps zur Spieltechnik auf ihrem Instrument zu holen, vorrangig soll es aber um musikantische
Hilfestellungen gehen. Diese haben die Referenten meist durch jahrelange Erfahrung gesammelt. 

Es besteht die Möglichkeit, bei den Seminaren die Tipps beim Gruppenmusizieren sofort  auszuprobieren und
umzusetzen. “Musizieren ohne Noten ist eine Grundvoraussetzung für die Übernahme und Fortsetzung 
musikalischer Tradition, vor allem aber für lebendiges Musizieren”. Diesen Grundsatz zu vermitteln, betrachten
die “Mühlviertler Volksmusikanten” als eine ihrer vorrangigen Aufgaben, und die Begeisterung der Teilnehmer
ihrer Seminare gibt ihnen eine erfreuliche Bestätigung.

Eine Übersicht über die Seminartätigkeit durchs Jahr kann man  auch aus dem Seminarplan entnehmen, der
jeweils der Dezemberausgabe des “Vierteltakt” beigelegt wird.

aktualisiert: 11.03.2010